Über das Projekt

Die vielen Bilder der Flüchtlingsströme nach Europa beherrschen die Medien seit Monaten, der politische Umgang spaltet nicht nur Europa, sondern auch die politischen AkteurInnen in Deutschland.

Ewert Nitschke erteilt der Festung Europa eine Absage, in seiner künstlerischen Forschung stellt sich Ewert Nitschke die Frage, wer die Verantwortlichen für die hohen Zäune um Europa sind und begibt sich auf eine erneute Suche nach AdressatInnen für seine Absagen. Untersucht werden soll die Region, in der sich Ewert Nitschke zurzeit aufhält: zwischen Ruhrgebiet und Rheinland. Ebenfalls im Zentrum der Untersuchungen ist die bundespolitische Ebene mit seinen Verbindungen zu den europäischen Verbündeten.

Mittels Jelineks Erweiterungen Appendix, Coda, Epilog auf dem Boden und Philemon und Baucis zu ihrem Werk  Die Schutzbefohlenen wird immer wieder ein neuer Bezug zwischen tagesaktuellem politischem Geschehen und Fiktion hergestellt. Die Erteilung der Absage ist der Beginn einer Kommunikation mit politischen EntscheidungsträgerInnen.

Im Rahmen des Asphalt Festivals wird Ewert Nitschke eine performative Installation zeigen. https://www.asphalt-festival.de/

 

Ewert Nitschke arbeitet szenisch forschend im Zwischenraum von Politik und Kunst. Als bildender Künstler sowie als Perfomer präsentiert er seine Forschungsergebnisse in unterschiedlichsten Kontexten. Seine Arbeiten sind in Galerien, Theatern sowie im urbanen Raum zuhause.

Absagen an die Festung Europa ist der zweite Teil seiner zyklischen Arbeit Absagen. Der erste Zyklus Absagen an Krieg wurde im Rahmen der Vierten Mülheimer Fatzer Tage 2014 verwirklicht.

 

gefördert von der Kunststiftung NRW

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in Kooperation mit dem Asphalt Festival 2016

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